Die Liebe bekommt nun doch eine 2 Chance

Nach Wochenlangem Hin und Her gibt es jetzt endlich ein Licht am Ende des Tunnels.

Die gute Nachricht: Die Stadt Bamberg hat sich bereit erklärt allen verliebten Pärchen eine Ausweichfläche auf der Kettenbrücke zur Verfügung zu stellen.
Die schlechte Nachricht: Alle bisher angebrachten Liebesschlösser müssen trotzdem erst einmal weichen. Ein Ablaufdatum der Liebesschlösser ist also unvermeidlich.

Auf Anfrage bei der Presse Stelle der Stadt Bamberg wurde uns mitgeteilt, dass rechts und links in der Mitte der Brücke vier Brückenfelder mit dichten Stahlseilen installiert werden sollen. Die Liebesschlösser sollen an diesen Stahlseilen offiziell aufgehängt werden dürfen. Um allen Beteiligten das Aufhängen der Schlössern zukünftig zu erleichtern werden die offiziellen Aufhängflächen ausgewiesen.
Die Stadt Bamberg bittet jedoch auch um Verständnis, dass sobald die Ersatzlösung vorhanden ist, alle Schlösser die außerhalb der vorgesehenen Fläche hängen, entfernt werden müssen. Diese Lösung soll noch vor Ende diesen Jahres verwirklicht werden. Für die Umsetzung sucht die Stadt Bamberg nun Sponsoren und Schlosser, die sich bereit erklären an der Konstruktion für die Liebesschlösser mitzuwirken. Sobald die Konstruktion angebracht ist, sollen alle noch hängenden Liebesschlösser abmontiert werden. Leider ist es der Stadt Bamberg momentan nicht möglich hierfür genaue Daten zu nennen. Bis jedoch ein konkretes Ablaufdatum bekannt gegeben wird sind alle Paare dazu aufgerufen selbst ihre angebrachten Schlösser abzunehmen.

Noch ein Hinweis für alle die Ihre bereits „geknackten“ Schlößer wieder abholen möchten;
Alle Schlösser können im Rathaus am Maxplatz in den Zimmern 317 – 319 abgeholt werden.

 

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Aktuelles Interview

Wir waren wieder auf dem Weg durch Bamberg um zu dem Thema Liebesschlösser an der Bamberger Kettenbrücke ein paar Meinungen zu hören. Vielen Dank auch an Peter Breidenbach für Moderation.

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Appell an alle Liebesschlossaufhänger

Heute Nachmittag sind wir in der Innenstadt vor Ort, um die Bamberger nach ihrer Meinung zum Liebeschlossdilemma zu befragen.
Diesbezüglich suchen wir Pärchen, welche selbst ein Liebesschloss aufgehängt haben.

Wenn ihr euch angesprochen fühlt, wäre es schön wenn ihr für ein Interview bereit seid.

Meldet euch bitte unter info@liebesschloesser.de oder der dazugehörigen Fanpage auf Facebook.

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Bericht von infranken – Liebesschwüre landen im Eimer

Kettenbrücke Wenige Wochen nach hundertfachen Liebessschwüren an der Bamberger Kettenbrücke droht das Beziehungsende durch den städtischen Bolzenschneider. Doch ganz lässt das Rathaus die Liebenden nicht im Stich.

Es war ein Geburtstagsgeschenk ihres Mannes, und Tanja Haas freute sich riesig darüber: Vor zwei Wochen hat die junge Familie aus Litzendorf ein großes und ein darin eingeklinktes kleines Schloss an der Kettenbrücke aufgehängt. „Für immer und ewig“ stand darauf.


Nun ist die Enttäuschung groß, dass die Ewigkeit möglicherweise nach ein paar Tagen zu Ende geht, und die Liebesschlösser wegen Lackkratzern und den Rostschlieren am Stahlseil wieder weg müssen:

„Das ist schon eine Frechheit“, sagt die junge Mutter. Auch ihr Mann Stefan, der die Gravur in Handarbeit gelasert hatte, ist sauer. „Die Schlösser waren nicht teuer. Aber sie haben einen hohen ideellen Wert.“
Ähnlich wie Tanja und Stefan Haas denken viele Bamberger. Sie haben dafür gesorgt, dass eine Brücke, die bisher eher für schlechte Schlagzeilen gut war, in ein völlig neues Licht gerückt wurde. Werden sie nun dafür bestraft, indem man ihre Schlösser knackt?

Ein merkwürdiger Wandel der Sichtweisen:

Die gleiche Stadtverwaltung, die nun mit dem Bolzenschneider droht, hat die Ankunft der ersten Brückenschlösser noch im Juni als „romantischen Brauch“ im FT angepriesen. Zusätzlich beflügelte ein Bild auf der Facebook-Seite der Stadt den rasch wachsenden Trend: Bereits Anfang September baumelten über 566 Liebesschlösser an den Geländerseilen, wie Stefan Sachs gezählt hat. Der Inhaber einer Werbeagentur betreibt den Blog liebesschlösser-bamberg.de. Laut Sachs haben die symbolträchtigen viele Besucher nach Bamberg gelockt: „Sie sind eine Attraktion.“

Ihre Liebe zu den Liebesschlössern haben längst auch Bambergs Einzelhändler entdeckt. In der ganzen Stadt gehen Schlösser aller Art wie warme Semmeln über den Ladentisch.

Auch Schlüssel-Friedrich in der Rosengasse profitiert von der Hochzeit der Gefühle rund um die Kettenbrücke – eine sympathische Sitte, findet Marion Friedrich. Sie versteht die Härte nicht, mit der die Stadt nun auf winzige Lackschäden reagiert: „Da gibt die Stadt Millionen für die Brücke aus und jetzt müssen die Schlösser weg, weil die Brücke einen Kratzer kriegt und die Kinder es wagen, Schlösser hin- und herzuschieben. Ein Quatsch!“

Auch der Stadtspitze ist nicht ganz wohl in ihrer Haut, wenn sie in den nächsten Monaten Hunderten von Paaren ihrer sichtbaren Liebesbezeugungen berauben muss, gewissermaßen, um Rostschutz zu betreiben. Sie sinnt seit einiger Zeit auf Abhilfe, ohne dass dies nach außen gedrungen wäre:

„Wir müssen beides unter einen Hut bringen. Wir wollen die lieb gewordene Tradition, Schlösser an einer Brücke anzubringen, nicht zunichte machen, aber wir müssen auch Rücksicht darauf nehmen, wenn an der Brücke technische Probleme entstehen“, sagt OB Starke (SPD).

Er verspricht, dass neue Schlösser an einer anderen Stelle an der Brücke aufgehängt werden dürfen. Auch Baureferent Michael Ilk will nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen und hat die Beseitigung der Brückenschlösser zwischenzeitlich gestoppt, nachdem der Baubetrieb bereits mehrere Dutzend von ihnen „geerntet“ hatte. Eine Rettung der Schlösser, für die es keinen Schlüssel mehr gibt, kann aber auch er nicht verheißen.

Doch ist die Gefahr durch die Liebesschlösser wirklich so groß wie vom Baubetrieb dargelegt?

Klaus-Georg Purucker, Sachverständiger für Stahlbau, sieht den Aufprall der Metallteile an den Pfosten nicht als Problem. Dies ließe sich durch Gummi-Stopper leicht bekämpfen. Schwieriger sei es schon, die Korrosion in den Griff zu bekommen, die durch den Kontakt zweier ungleicher Metallarten droht: „Galvanisierter Nickel und Edelstahlseile, das führt zu chemischen Reaktionen, die wie ein Rostbeschleuniger wirken.“

Andererseits würde Purucker an Stelle der Stadt auch nicht überreagieren: „Wenn die Schlösser wirklich so beliebt sind, was spricht dagegen, die Seile alle zehn bis 15 Jahre auszuwechseln?“ Laut Purucker bleiben die Kosten überschaubar: Ein Meter Stahlseil kostet etwa 25 Euro.

 

Was meint Ihr, sollen die Liebesschlösser an der Kettenbrücke hängen bleiben, oder nicht?

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Tage der Liebesschlösser gezählt

Unglaublich!

Bamberg knackt unsere schönen Liebesschlösser von der Kettenbrücke!
(Bilderquelle von Ronald Rinklef)

Sie waren wahrscheinlich mit die letzten die Ihre Schlösser aufehängen durften…

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