Ein Weihnachtsgeschenk der Stadt Bamberg

Kurz vor dem Weihnachtsfest bescherrt der Senat der Stadt Bamberg allen Liebesschlösslern ein unerwartetes Geschenk.

 

Zuerst war die Rede davon die bisher aufgehängten, für die Kettenbrücke ach so schädlichen Schlösser zu zerschneiden.

Eine Installation sollte angebracht werden, damit neue Schlösser aufgehangen werden können.

 

Als nächste Entwicklung wurde überlegt die bestehenden Schlösser „auszufädeln“ um sie an der neuen, eigens dafür entworfenen Seilkonstruktion anzubringen.

Was immerhin einen erheblichen Fortschritt im Vergleich zum Zerschneiden der Liebesbeweise dargestellt hätte.

 

Gestern, am Nikolaustag, aber entschied der Senat der Stadt Bamberg, dass die Schlösser vorerst, bis nächstes Jahr, hängen bleiben dürfen.

Es wird beobachtet und kontrolliert, ob diese denn den vermuteten Schaden, der millionenschweren Kettenbrücke wirklich zufügen.

Zum Schutz der Brücke werden an den Enden der Seile Puffer angebracht, damit die Liebesschlösser nicht den Lack der Pfeiler zerkratzen.

 

Zu der Entscheidung des Senats wird morgen im Fränkishen Tag ein Artikel erscheinen.

 

Den Schaden den das ganze widersprüchliche Chaos wahrscheinlich dem Image-Lack der Stadtverwaltung Bamberg zugefügt hat, wird dies vermutlich nur schwer übertünchen können.

 

Die Stadt Bamberg gibt den Liebesschlössern eine weitere Chance, in der klassischen Form bestehen zu bleiben.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Stadt Bamberg nicht durch Frühlingsgefühle beflügelt, wieder umentscheidet.

 

Noch ein Hinweis für alle die Ihre bereits “geknackten” Schlößer wieder abholen möchten;
Alle Schlösser können im Rathaus am Maxplatz in den Zimmern 317 – 319 abgeholt werden.

 

Artikelbild: Fränkischer Tag

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Ein sehr romantischer Brauch etabliert sich in Bamberg: „Liebesschlösser“ an der Kettenbrücke!

Liebesschlösser (ital. Lucchetti dell’Amore) sind Vorhängeschlösser, die nach einem Brauch von Jungverliebten an Brücken angebracht werden, um symbolisch die ewige Liebe zu besiegeln.

Die genaue Herkunft des Brauches ist unklar. Ausgangspunkt des Brauches in Europa ist sehr wahrscheinlich Italien. Es wird vermutet, dass Absolventen der Sanitätsakademie San Giorgio in Florenz die Urheber dieses Brauches sind. Mit dem Ende ihrer Ausbildungszeit befestigten die Absolventen die Vorhängeschlösser ihrer Spinde an der Brückenlaterne auf der Milvischen Brücke, die in Rom über den Tiber führt. Dies wurde dann wohl auch von den Verliebten Roms als Brauch übernommen. Der Brauch wurde durch den Bestseller-Roman Drei Meter über dem Himmel (2005; Original: Tre metri sopra il cielo, 1992) beziehungsweise durch die Fortsetzung Ich steh auf Dich (2007; ital. Ho voglia di te, 2006) von Federico Moccia und der Verfilmung des Stoffes bekannt gemacht. In dieser Geschichte schwören sich die beiden Protagonisten „Ewige Liebe“, befestigen das Schloss an der zentralen Brückenlaterne und werfen den Schlüssel in den Tiber.
Die Schlösser enthalten meist eine Beschriftung oder Gravur der Vornamen oder Initialen der Verliebten; teilweise mit Datum. Nach dem Befestigen des Schlosses wird nun auch von den Nachfolgern üblicherweise der Schlüssel in das darunter fließende Gewässer geworfen. An der Milvischen Brücke erfolgt dies mit dem Ausspruch per sempre („für immer“).

Quelle: Stadt Bamberg – www.facebook.com/StadtBamberg

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